Pressemitteilung
Seit Tagen, ja seit Wochen wird – provoziert durch den vorliegenden Gesetzentwurf zur Remigration und den von rechtsextremen Gruppierungen in Bozen geplanten Aufmarsch dazu – in Politik und Medien über Remigration gesprochen, diskutiert und „Für-und-Wider“ abgewogen. Damit haben die Promotoren einer solch unsäglichen Maßnahme schon erreicht, dass wir uns auf ein Gespräch darüber einlassen, dass die Vorstellung von eigentlich Unvorstellbarem in unser Denken und unser Herz einsickert, dass das Wort sich in unseren Wortschatz einnistet und sagbar wird. Wir tun gut daran, uns einem solchen Gespräch zu verweigern. Zu verbrecherischen Maßnahmen braucht es kein Gespräch über mögliche Bedingungen, über ein „Wenn und Aber“ oder ein „Vielleicht doch“, sondern nur ein entschiedenes Nein!
Als Christen sind wir uns bewusst, dass mit der Menschwerdung Gottes die Möglichkeit in die Welt gekommen ist, in jedem Menschen, unabhängig von seiner ethnischen Zugehörigkeit oder anderen Kategorisierungen, das „Antlitz Christi“ zu sehen. Eine Botschaft, die vielleicht auch überfordert, die aber immun macht gegenüber blinden Sündenbockmechanismen. Eine Botschaft, die frei macht zu einem bewussten „Nein“ gegenüber menschenverachtender Politik.
Der Vorstand des Katholischen Forums / Sonja Reinstadler, Roland Feichter, Christian Wenter, Angelika Mitterrutzner, Irene Vieider, Franz Tutzer.
