Bischof-Josef-Gargitter-Preis

„Bischof Josef Gargitterpreis“

Alle drei Jahre wird dieser Preis an eine Persönlichkeit, an eine Initiative, an eine Organisation oder auch an ein Projekt vergeben. Einsatz für Gerechtigkeit im Lande, für sozialen Frieden zwischen den Sprachgruppen und für nachhaltige Wirkung und Beispielhaftigkeit der vorgeschlagenen Person bzw. Gruppe für Mensch und Schöpfung auf dem Fundament des Glaubens sollen damit ausgezeichnet werden. Am 15. Dezember 2012 läuft die Frist ab, bis zu der Vorschläge in schriftlicher Form, in geschlossenem Briefumschlag, adressiert an das Seelsorgeamt mit dem Kennwort „Bischof Josef Gargitterpreis 2013“ eingereicht werden können. Mit Nachdruck erinnern wir daran und ersuchen um entsprechende Interessenahme. Ab 3. Jänner 2013 geht die Jury unter der Leitung von Dr. Helmut Kiem ans Werk. Sollte der Preis zugesprochen werden, wird am 18. Mai 2013 am Vormittag die feierliche Verleihung in Anwesenheit des Herrn Bischofs vorgenommen werden. Bitte diesen Termin vormerken!

Seligsprechung

Josef Mayr-Nusser (1910-1945)

Damit der Seligsprechungsprozess zum Abschluss kommen kann, braucht es auch eine stärkere Anteilnahme unsererseits an diesem großen Anliegen. Gelegenheit dazu geben die alljährlich wiederkehrenden JMN-Gedenktage am 24. Februar 2014 in Lichtenstern, der letzten Ruhestätte von JMN, der 3. Oktober als Tag der SS-Eidesverweigerung und der Geburtstag am 27. Dezember. Hinweise darauf sollten auch in den vereinseigenen Medien und Programmen gegeben werden. Wenn Texte, Unterlagen, Bilder, Stellungnahmen gebraucht werden, dann steht der JMN-Ausschuss zur Seite, dessen Vorsitzender Dr. Josef Innerhofer ist.

Garten der Religionen

Ein Stück ergrünte Begegnung der Völker und Kulturen

Der Garten der Religionen entstand, ausgehen von einer Vision der Präsidentschaft des Katholischen Forums, in enger Kooperation mit der Consulta dei Laici und mehreren Religionsgemeinschaften.

Die konkrete Umsetzung oblag einer Projektgruppe in Zusammenarbeit mit dem Architekten Christian Sölva. Die Entscheidung, einen Garten der Religionen anzulgen, hängt eng mit der spechenden Symbol des Gartens zusammen: regelmäßiges Pfegen, behutsames Hegen und Geduld für die nötige Zeit des Wachsens lassen ihn gedeihen. Ebenso verhält es sich mit dem interreligiösen Dialog. Für beide gilt: nur durch persönlichen Einsatz werden sie Wirklichkeit. Es gibt keinen Garten ohne Gärtner/in. Seit seiner Eröffnung am 1. Juni 2007 versinnbildlicht der Garten die friedvolle Weggemeinschaft verschiedener Religionen und Kulturen in Südtirol. So ist er also in doppeltem Sinne im Wachsen begriffen und wird immer mehr zum Ort des Dialoges: 2009 fanden sich z.B. Bischof Karl Golser und LH Luis Durnwalder jeweils zu sogenannten “Dialoggesprächen” ein. Damit erfüllt der Garten der Religionen den Auftrag des II. Vatikanischen Konzils:

“Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern.
Das Verhalten des Menschen zu Gott dem Vater und sein Verhalten zu den Menschenbrüdern stehen in so engem Zusammenhang, dass die Schrift sagt: 'Wer nicht liebt, kennt Gott nicht' (1 Joh 4,8). So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht.
Deshalb verwirft die Kirche jede Diskriminierung eines Menschen oder jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht. Und dementsprechend ruft die Heilige Synode (…) die Gläubigen mit leidenschaftlichem Ernst dazu auf, dass sie 'einem guten Wandel unter den Völkern führen' (1 Petr. 2,12) und womöglich, soviel an ihnen liegt, mit allen Menschen Frieden halten…” (Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen “Nostra aetate”, 5).

Sonntagsschutz

Entschließung des Kath. Forums

Der arbeitsfreie Sonntag und angemessene Arbeitszeiten sind für den Menschen ein hohes Gut. Das Kath. Forum, Mitglied der Allianz für den arbeitsfreien Sonntag, begrüßt deshalb die Stimmen aus Politik, Kirche, Gewerkschaften und Unternehmerverbänden, die sich in den Sommermonaten, auch in Zusammenhang mit den Maßnahmen des so genannten Sparpaketes des Staates, gegen die geplante Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten gerichtet haben. Bleibt zu hoffen, dass die gleichen Stimmen sich auch dafür verwenden, die mit Ausnahmen durchlöcherte aktuelle Regelung der Geschäftszeiten in Südtirol zu durchleuchten und den Sonntag wirksam als allgemeinen Ruhetag zu schützen.

Dazu ist die Abänderung der Handelsordnung notwendig und in Zusammenhang damit auch die Durchführungsverordnung. Das Katholische Forum unterstützt das Ersuchen an den Südtiroler Landtag, die geltende Regelung derart abzuändern, dass Sonntagsarbeit tatsächlich die Ausnahme bleibt und der Gestaltungsspielraum der im Augenblick zuständigen Gemeinden entsprechend eingeschränkt wird. Nur ein gut geschützter, allgemeiner und gemeinsamer arbeitsfreier Sonn-Tag ermöglicht den Menschen jeden Alters eine umfassende Teilnahme am kulturellen, sportlichen, sozialen und religiösen Leben. Er ermöglicht ihnen, nach kultureller Bereicherung und geistigem Wohlbefinden zu streben und sich ehrenamtlich zu engagieren. Ohne diesen Tag sind alle diese Formen sozialer Interaktion und gemeinsamer Freizeitbeschäftigung gefährdet.

Das Katholische Forum nimmt dankbar zur Kenntnis, dass der Südtiroler Landtag zu diesem Anliegen eine Anhörung am 25. Oktober 2011 veranstalten wird und somit ein Ersuchen der Allianz für den arbeitsfreien Sonntag positiv beantwortet hat.
Doch was in Richtung des Gesetzgebers und der Landesverwaltung gefordert wird, soll auch zur Selbstbeschränkung innerhalb der Mitgliedsorganisationen des Katholischen Forums führen, auch in Zusammenhang mit den so genannten Weihnachts- Oster- und sonst wie verkommerzialisierten religiösen Anlasszeiten wie Advent, religiösem Brauchtum und Ähnlichem.